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Schwarzkiefer (pinus nigra)

Die österreichische Schwarzkiefer, auch bekannt als Pinus nigra, ist ein beliebter Baum für die Bonsaigestaltung. Sie zeichnet sich durch ihre Anspruchslosigkeit aus, was sie zu einem vergleichsweise pflegeleichten Bonsai macht.

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Diese Kiefernart ist winterhart und kann Temperaturen von bis zu minus 30 Grad Celsius standhalten. Im Sommer bevorzugt sie direktes Sonnenlicht und kommt auch gut mit kurzzeitigen Trockenperioden zurecht.

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Ursprünglich aus Österreich, südlichem Europa, Nordafrika und Kleinasien stammend, hat die Schwarzkiefer je nach Art hell- bis tiefgrüne Nadeln von 4 bis 24 Zentimetern Länge.

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Die Borke junger Bäume ist braungrau und schuppig, während sie mit dem Alter dicker wird und Risse entwickeln kann. Dies verleiht älteren Bäumen ein charakteristisches Aussehen.

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In der Geschichte wurde aus dem Harz der Schwarzkiefer Pech gewonnen, eine Praxis, die auch heute noch fortgesetzt wird.

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Für die Bonsaigestaltung ist die Schwarzkiefer aufgrund ihrer guten Schnittverträglichkeit gut geeignet. Sie kann in Bonsaigärtnereien, Baumschulen oder als Yamadori (Findlingsbaum) erworben werden.

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Der ideale Standort für eine Schwarzkiefer ist vollsonnig. Beim Gießen und Düngen ist im Winter und Frühjahr Vorsicht geboten, um Staunässe zu vermeiden, da dies die Symbiose mit Bodenpilzen beeinträchtigen kann. Gedüngt wird ab dem Abschluss des Neuaustriebs bis Ende August.

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Das empfohlene Substrat besteht aus einem Teil Akadama, einem Teil mineralischem Bestandteil wie Bimskies oder Lava und einem Teil Humus mit guter Drainage.

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Umtopfen sollte alle drei bis fünf Jahre erfolgen, wobei bei jungen Pflanzen im Frühjahr ein Wurzelschnitt durchgeführt wird. Bei älteren Exemplaren wird nur ein minimaler Wurzelschnitt empfohlen, um das reduzierte Wurzelwachstum nicht zu stark zu beeinträchtigen.

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Die Gestaltungsmöglichkeiten für Schwarzkiefern sind vielfältig und reichen von naturnahen bis zu stilisierten Formen. Der Rückschnitt wird am besten im Frühjahr durchgeführt, während das Drahten idealerweise im frühen Frühjahr erfolgt, um Bruchstellen zu minimieren.

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