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Fichte (picea)

Die Fichte (Picea abies) gehört zur Fichtenfamilie und hat rund 50 Arten, die in der gemäßigten nördlichen Hemisphäre beheimatet sind. Diese immergrünen Bäume können teilweise bis zu 70 Meter hoch werden und zeichnen sich durch schraubenartig angeordnete Nadeln aus. Einige Arten eignen sich aufgrund ihres langsamen Wachstums und ihres knorrigen Aussehens besonders gut für die Bonsaigestaltung.

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Fichte - Picea abies

Standort: Fichten benötigen volle Sonne im Sommer und bevorzugen halbschattige Bedingungen. Im Winter benötigen sie Schutz, da der Wurzelballen bei Frost nicht mehr in der Lage ist, Wasser abzugeben, und die Nadeln durch eisige Winde Schaden nehmen können.

Gestaltung/Stilarten: Alle Stilformen sind durch Drahten, Abspannen und Zurückschneiden möglich. Die Besenform kann jedoch eine Herausforderung sein.

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Giessen: Während des Sommers sollte die Erde gleichmäßig feucht gehalten werden, Staunässe ist jedoch zu vermeiden. Im Winter und Frühjahr sollte die Feuchtigkeit mäßig gehalten werden.

Düngen: Es wird empfohlen, alle 14 Tage mit Flüssigdünger vom Ende des Austriebs im Frühjahr bis Ende September zu düngen. Düngekegel sind ebenfalls praktisch in der Anwendung.

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Schnitt: Da in einer Astetage mehrere Äste in gleicher Höhe entspringen, ist es vor allem im unteren Drittel des Baumes nötig, bis auf einen oder zwei Äste alle anderen zu entfernen. Die verbliebenen Äste können dann in die gewünschte Form gedrahtet werden, meist leicht abwärts geneigt, wobei die Spitzen der Äste leicht nach oben zeigen sollten. Während des Austriebs werden die neuen Triebe noch vor dem vollständigen Entfalten der Nadeln auf die Hälfte bis Zweidrittel zurückgeschnitten.

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Drahten: Die beste Zeit zum Drahten ist das Frühjahr vor dem Austrieb. Achten Sie darauf, keine Nadeln unter dem Draht einzuklemmen, da diese sonst braun werden können. Der Draht sollte spätestens nach einem Jahr entfernt werden, bevor er einwächst.

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Umtopfen: Fichten sollten alle zwei bis vier Jahre von Februar oder Anfang September bis Ende Oktober mit einem moderaten Wurzelschnitt umgetopft werden. Über zehn Jahre alte Bonsai können auch länger in ihrer Schale verbleiben. Eine Mischung aus Akadamaerde und Bonsaierde im Verhältnis 1:1 ist geeignet.

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Wachstumsstörungen: Gelbe Nadeln und Nadelverlust im Kronenbereich können durch Lichtmangel verursacht werden. Staunässe oder Trockenheit können ebenfalls zu Problemen führen.

Pflanzenschutz: Typische Schädlinge sind Spinnmilben, Blattläuse und die Fichtengallenlaus.

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Überwinterung: Fichten sind winterhart, aber der Wasserhaushalt nach dem Frost sollte kontrolliert werden. Langanhaltende Frostperioden können dazu führen, dass der Wurzelballen austrocknet. Staunässe durch übermäßigen Regen sollte vermieden werden. Fichten dürfen keinesfalls in dunklen oder warmen Räumen überwintert werden.

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Durch Beachtung dieser Pflegehinweise kann eine Fichte als Bonsai eine eindrucksvolle Bereicherung für Ihre Bonsaisammlung sein.

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